Nachhaltige Mobilität durch Einsatz von Biokraftstoffen

Knapper werdende Rohölvorkommen und dadurch steigende Preise machen den Transport von Gütern und Personen stetig teurer. Circa zehn Millionen Tonnen Öl werden pro Tag weltweit für Mobilität verbraucht. Die Erprobung alternativer Energieträger ist für MAN daher zentrales Thema zur Aufrechterhaltung der Mobilität von morgen.

Große Chancen sieht MAN in synthetischen Kraftstoffen der zweiten Generation, wie zum Beispiel Biomass-to-Liquid (BtL) oder Biogas. Der Vorteil: BtL kann aus Abfallprodukten der Landwirtschaft gewonnen werden. Das sind beispielsweise Holzabfälle, Laub, Stroh und weitere biologische Abälle. Dadurch ist BTL und auch Biogas bis zu 85 Prozent treibhausgasneutral. Denn das Kohlendioxid, das bei seiner Verbrennung entsteht, wurde zuvor von den energieliefernden Pflanzen während Ihres Wachstums aus der Atmosphäre aufgenommen.

MAN-Diesel und Erdgas-Motoren können ohne aufwändige konstruktive Änderungen mit Biokraftstoffen der zweiten Generation betrieben werden.

Biokraftstoffe der zweiten Generation liefern mehr Energie aus jedem Hektar landwirtschaftlicher Anbaufläche, weil die ganze Biomasse der Pflanzen genutzt werden kann. Mit dem Jahresertrag eines Hektars kann ein Lkw mit 32 Litern Verbrauch je 100 km unterschiedlich weit fahren:

  Jahresertrag pro Hektar Energiegehalt im Vergleich zu Diesel Reichweite pro Hektar
Biodiesel (Biokraftstoff 1. Generation) 1.550 Liter 91 % 4.400 km
Biomass-to-Liquid (Biokraftstoff 2. Generation) 4.000 Liter 93 % 11.600 km

Die Vorteile von BTL

  • BTL und Biogas kann aus Abfallprodukten der Landwirtschaft gewonnen werden
  • BTL-Kraftstoffe werden synthetisiert, können also für eine saubere Verbrennung maßgeschneidert werden
  • Bis zu 85 Prozent weniger CO2 Emissionen
  • Bis zu 30 Prozent weniger Partikelemissionen
  • Bis zu 10 Prozent weniger Stickoxidemissionen