MAN Truck & Bus

TAG 1: AUF LEISEN SOHLEN DURCHS ALPENVORLAND

Wir sind gestartet! Unser MAN Lion’s City E hat die ersten rund 170 Kilometer von München nach Innsbruck mit Bravour und ohne Ladestopp gemeistert. Hier die Highlights. 

In voller Fahrt Hier nähert sich der MAN Lion’s City E gerade dem Kochelsee, rund 70 Kilometer südlich von München. 

Geschafft! Jetzt hat der Bus Feierabend – denn das Tagesziel Innsbruck ist erreicht. Und die Batterie noch lange nicht leer. 

START

Die Spannung steigt

Viele Ski- und Snowboardbegeisterte kennen die Strecke von München nach Innsbruck fast auswendig – und haben während der Fahrt meist Kind und Kegel im Fond und das Wintersport-Equipment auf dem Dach. Häufig sind sie dabei auf dem Weg in ein schönes Wintersportörtchen in Tirol oder Südtirol. Mit einem Linienbus – dazu noch einem elektrischen! – ist diese Route wohl noch niemand gefahren. 

Wir schon! Doch unser Endziel heißt nicht Kitzbühel oder Wolkenstein, sondern Limerick in Irland. Glauben Sie nicht? Dann schauen Sie doch gern jeden Tag hier vorbei und folgen unserem Roadtrip „Electrifying Europe“, der uns über mehr als 2.500 Kilometer durch unseren schönen Kontinent führen wird. In Limerick wartet dann das große Finale: der International Bus Euro Test 2022, bei dem der Titel „Bus of the Year“ vergeben wird. Den wir mit unserem MAN Lion’s City E natürlich gewinnen wollen. 

Startschuss Rudi Kuchta übergibt den Schlüssel für den MAN Lion’s City E an ProfiDrive-Fahrer Heinrich Degenhart. 

Startklar Reporter Boris Pieritz lädt die letzten Teile der Ausrüstung in den Bus – sein Arbeitsplatz in den nächsten zehn Tagen. 

13:30 Uhr

Abfahrt in München – die Tour beginnt!

Hinterm Steuer sitzt mit Heinrich Degenhart von MAN ProfiDrive wohl einer der besten – und nettesten – Busfahrer Deutschlands. Und der navigiert uns mit zartem Gasfuß und hohen Reichweitenzielen gekonnt aus der bayerischen Hauptstadt heraus. Auf den ersten Metern mit an Bord ist MAN Chefdesigner Stephan Schönherr, der uns und „sein Baby“ gebührend verabschiedet. Apropos Reichweite: Bis zu 350 Kilometer schafft unser Bus laut Datenblatt mit seinen 480 Kilowattstunden starken Batterien. Für die heutige Etappe reicht die Energie locker aus, eine Zwischenladung ist nicht nötig.  

Apropos Batterie: Der MAN Lion’s City E ist aktuell technologisch ganz weit vorn im Segment der Elektrolinienbusse. Doch MAN ruht sich darauf nicht aus. Die Ingenieure arbeiten schon mit Hochdruck an der neuen Batteriegeneration, die eine noch größere Reichweite garantieren und 2025 auf den Markt kommen soll. Dann werden die Busse auf ihren Tagestouren durch Europas Städte garantiert nicht mehr nachladen müssen. Doch auch jetzt schon ist der MAN Lion’s City E ein Hightech-Tempel: Die sechs Lithium-Ionen-Batterie-Packs auf dem Dach (rund 500 Kilogramm pro Stück) sorgen für eine deutlich höhere Sicherheit der Fahrgäste, da sie außerhalb der Crash-gefährdeten Bereiche des Fahrzeugs verbaut sind. Außerdem wird so noch mehr Platz frei für die Fahrgäste im Innenraum. Und schließlich sind die Batterien für den Service einfacher zugänglich. 

15:30 Uhr

Schwungvoll bergauf, sparsam bergab

Modern und mit reichlich Reserven ausgestattet gleiten wir sicher und sauber durchs bayerische Alpenvorland, vorbei am glitzernden Kochel- und Walchensee. Das Schöne am E-Bus-Fahren: Gestartet in München mit einer angezeigten Rest-Reichweite von 395 Kilometern (350 Kilometer nach Verlassen der Metropole), haben wir am Kochelsee eine Range von 405 Kilometern herausgefahren. Heinrich und seiner perfekten Rekuperation sei Dank! 

17:30 Uhr

Der Bus sprintet wie ein junges Reh

Weiter geht es durchs beschauliche, von Berggipfeln umrahmte Mittenwald mit seinen bunt bemalten Häusern. Dann hinein nach Österreich in die Tiroler Berge – immer schön leise, äußerst sparsam und komplett ohne Abgase. Hier im Gebirge zeigt der Bus dann sehr beeindruckend, wie leistungsstark und geradezu mühelos er Anstiege hochfahren kann. Mit einer maximalen Leistung von 326 PS, einem Dauerdrehmoment von 1.300 Newtonmetern sowie einem imposanten maximalen Drehmoment von 2.100 Newtonmetern geht das flott und temperamentvoll. Bildlich gesprochen: Der MAN Lion’s City E sprintet die Pässe leichtfüßig hinauf wie ein junges Reh. 

18:30 Uhr

Bergabfahren – und mächtig Reichweite gewinnen

Und den Berg herunter wird schön rekuperiert. Reichweite gewinnen! Am berühmten Zirler Berg kurz hinter Seefeld mit seiner vier Kilometer langen Abfahrt und einem durchschnittlichen Gefälle von gut 10 Prozent laden wir unsere Batterien mühelos wieder auf. Die maximale Rekuperationsfähigkeit des Busses liegt übrigens bei rund 50 Prozent von der gesamten Aufwandsenergie.  

Groß und tief Der Walchensee in den Bayerischen Voralpen liegt auf 800 Metern Höhe. Beim späteren Bergabfahren wurde kräftig rekuperiert. 

Blickfang In Mittenwald erstrahlt ein goldener Stiefel vor der imposanten Alpenkulisse. 

Appetitanreger Dieser etwas pummelige Herr lockt Gäste in ein Restaurant in Mittenwald. 

19:30 Uhr

Glücklich und elektrisiert in Innsbruck

Weiter geht‘s durchs bezaubernde Inntal, vorbei an bunten Blumenwiesen, herabstürzenden Wasserfällen und malerischen Tiroler Dörfchen. Als dann vor uns die berühmte Bergisel-Skisprungschanze auftaucht, auf der schon die drei „Deutschen Adler“ Jens Weißflog (1984), Sven Hannawald (2002) und Richard Freitag (2015) bei der Vierschanzentournee gewinnen konnten, haben wir unser erstes Etappenziel erreicht: Innsbruck, in das wir glücklich und elektrisiert einfahren. 

Text   Boris Pieritz
Fotos   Lara Freiburger

#Tag 1#ElectrifyingEuropeTour#Elektromobilität#Bus#LionsCityE
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