MAN Truck & Bus

Eine schneeverdeckte Straße verschwimmt im dichten Nebel.

TESTED TO THE LIMIT

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Qualität kommt von Qual: Bevor ein Bus oder Truck von MAN zu seinen Kunden kommt, muss er vieles erdulden. Unter dem Leitgedanken „Tested to the Limit“ werden die Fahrzeuge in flirrende Hitze und klirrende Kälte geschickt. Für den Lion’s City E gab es natürlich keine Ausnahme.

284 Kilometer


Wer auf der Suche nach tiefen Temperaturen ist, wird im winterlichen Nordschweden mit Sicherheit fündig. Am Polarkreis herrschen Temperaturen von minus 40 Grad und kälter – eine extreme Herausforderung für Mensch und Technik. Und genau das richtige Umfeld für den neuen Elektrobus Lion’s City E von MAN, um seine Robustheit bei Schnee und Eis unter Beweis zu stellen.  

Zur Wintererprobung in Nordschweden reisten neben einer Flotte an Versuchsfahrzeugen – darunter 26 Lkw und acht Busse inklusive zwei E-Busse – auch ein Team aus Versuchsfahrern und Technikern an. In der verschneiten Landschaft testeten sie neben den Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen auch das Fahrverhalten des Busses auf Schnee und Eis. Außerdem sollten seine Scheinwerfer und Scheibenwischer zeigen, ob sie den skandinavischen Schneemassen gewachsen waren. Keine leichte Übung für die MAN Testfahrer hinter dem Steuer: Sie mussten die Fahrzeuge selbst auf vereisten Straßen sicher manövrieren – bei denkbar schlechten Sichtverhältnissen. 

Zwei Fotografien mit jeweils einem Bus bei unterschiedlichen Witterungsverhältnissen und Temperaturen.
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Eiskalt und brütend heiß In Nordschweden sinken die Temperaturen oft auf minus 40 Grad – eine extreme Herausforderung für die Technik des MAN Lions City E. In Südspanien dagegen herrschen Temperaturen von bis zu 43 Grad. Aber auch das brachte den MAN Lion's City E beim Hitzetest nicht ins Schwitzen. 

Solche Tests sind unverzichtbar und werden bei MAN bereits seit mehr als 30 Jahren durchgeführt. Denn die Wetterbedingungen haben einen großen Einfluss auf die Steuerung eines Fahrzeugs. Und auf die Funktion der Fahrzeugsysteme wie Klimaanlage, Batterie oder E-Maschine. Darum sind die Versuchsfahrzeuge voller Messtechnik: Mehr als 300 Sensoren erfassen Temperaturen, Drücke oder die Durchlaufmengen von Kühlmitteln. Andere Geräte zeichnen den Datenverkehr der Steuergeräte des Lion’s City E auf. Noch während der Fahrt können die Ingenieure Tausende Parameter optimieren, um das Fahrzeugverhalten zu perfektionieren. Dabei haben sie immer ein Ziel: die neuen Fahrzeuge reif für die Serie machen und auch nach Produktionsstart die Technik kontinuierlich verbessern. 

300 Sensoren


Ein Mitarbeiter sitzt zwischen unzähligen bunten Kabeln in einem MAN Bus am Laptop.
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Voller Messtechnik Wenn es auf Versuchsfahrt geht, wird der MAN Lion's City E mit zusätzlicher Sensorik ausgestattet

Neben extremer Kälte ist auch große Hitze ein Härtetest für die Technik. Darum stand auf dem umfangreichen Test- und Erprobungszyklus des Lion’s City E im letzten Sommer auch ein Ausflug in die Hitze der spanischen Sierra Nevada. Hier wird es bis zu 43 Grad heiß – was der Elektrobus aber klaglos ertrug: Die Klimaanlage lief ebenso problemlos wie die Batterie und der Antriebsstrang. Das stellte der MAN Elektrobus auch bei einem Kundentest im spanischen Badajoz unter Beweis. Trotz Temperaturen von über 35 Grad absolvierte der Lion’s City E eine volle 16-Stunden-Schicht und legte dabei die Strecke von eindrucksvollen 284 Kilometern zurück. 

Heizung, Klimatisierung und Fahrverhalten erfüllten die hoch gesteckten Zielvorgaben klar – in eisiger Kälte ebenso wie bei sengender Hitze. Damit stand fest: Der Lion’s City E ist reif für die Serie. 

Text   Christian Buck
Fotos   GettyImages, MAN

#LionsCityE##ElectrifyingEuropeTour#Elektromobilität#Bus
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