MAN Truck & Bus

Der großflächige Standort in Krakau mit vielen Hallen für Fahrzeuge und Waren

Grundsteinlegung in Krakau

Share:

MAN CEO Alexander Vlaskamp besucht das Werk in Polen

 

Unter dem Motto „Krakau hoch drei“ investiert MAN rund 130 Millionen Euro in seinen polnischen Standort. Seine Fläche wird um ein Drittel erweitert, sodass dort in Zukunft pro Tag 300 Lkw und Fahrerhäuser vom Band rollen können. Seit Wochen laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren, und schon im September 2022 sollen die neuen Produktionsabläufe starten. MAN CEO Alexander Vlaskamp machte sich am 20. Januar 2022 bei der Grundsteinlegung selbst ein Bild.

Michael Kobriger, Dr. Richard Slovak and Alexander Vlaskamp bei der Zeremonie zur Grundsteinlegung
Roter Pfeil nach rechts

Zeremonieller Akt Der Grundstein für die Verdreifachung des Werkes Krakau wird gelegt. Im Bild: Michael Kobriger, Vorstand Produktion und Logistik MAN Truck & Bus SE, Dr. Richard Slovak, Werkleiter Krakau, Alexander Vlaskamp, Vorstandsvorsitzender MAN Truck & Bus SE (v.l.).

Ein neues Gebäude zum Aufbau von Fahrerhäusern, eine neue Halle für Lkw-Modifikationen, neue Lagerhallen und Mitarbeiterräume, eine deutlich höhere Kapazität sowie umfangreiche technische Optimierungen: Der MAN Standort in Krakau wird großflächig erweitert. Der Konzern investiert rund 130 Millionen Euro, um sein polnisches Werk fit für die Zukunft zu machen.

Am 20. Januar 2022 fand die Grundsteinlegung für die Erweiterung statt. Vor Ort waren neben vielen Mitarbeitern auch Alexander Vlaskamp, Vorstandsvorsitzender der MAN Truck & Bus SE, Michael Kobriger, MAN Vorstand Produktion und Logistik sowie Vertreter aus Politik und Wirtschaft. 

„Die Werkserweiterung ist ein wesentlicher Baustein im Rahmen unserer Transformation. Unsere Veränderungen im Produktionsverbund machen uns in diesen herausfordernden Zeiten deutlich wettbewerbsfähiger. In Krakau entsteht ein äußerst flexibler Standort mit großer Variabilität, der es uns ermöglicht, von der leichten bis zur schweren Lkw-Reihe alles auf einem Band zu produzieren“, sagte der MAN CEO Alexander Vlaskamp.

Alexander Vlaskamp, CEO MAN, unterzeichnet die Errichtungsurkunde vor den Gästen.
Roter Pfeil nach rechts

Richtungsweisende Unterschrift Alexander Vlaskamp, CEO MAN, unterzeichnet die Errichtungsurkunde, die dann in das Fundament eingelassen wird

Krakau wird sich ungefähr verdreifachen

Im Rahmen der Neuausrichtung des MAN Produktionsnetzwerks stellen sich aktuell viele Standorte neu auf. Vor allem in den Bereichen Digitalisierung, Automatisierung, Individualisierung und bezüglich moderner Produktionsabläufe sind zahlreiche Investitionen geplant. Diese Neuausrichtung des Konzerns wurde im „Zukunftsvertrag“ des Münchener Traditionsunternehmens vereinbart.

Das Werk in Krakau wird im Zuge der Transformation und im Rahmen der „NewMAN“-Strategie im besonderen Maße aufgewertet und modernisiert. Die Fertigungskapazität steigt deutlich, neue Arbeitsplätze entstehen und die Fläche wird vergrößert. MAN Krakau wird nach Ende der Ausbaumaßnahmen zu den größten Arbeitgebern der Region gehören. „Damit man sich vorstellen kann, was für eine Veränderungsgröße es für Krakau ist: Wir werden uns ungefähr verdreifachen“, sagt Anna Bentkowska, Leiterin des Projektes Transformation Werk Krakau. Somit sei man künftig in der Lage, gemeinsam mit dem Standort in München alles für MAN Kunden zu liefern, so Bentkowska. Krakau wird nach der Werkserweiterung rund dreimal so viele Mitarbeiter beschäftigen wie vor dem Umbau. Damit entstehen am polnischen Standort etwa 1.500 zusätzliche Arbeitsplätze. Die Fläche des vergrößerten Werks umfasst dann rund 41 Hektar nach zuvor 24 Hektar.

Michael Kobriger, Vorstand Produktion und Logistik, schaufelt symbolisch eine Kelle Beton auf.
Roter Pfeil nach rechts

Eine Kelle Beton für die Zukunft Michael Kobriger, Vorstand Produktion und Logistik, während der Grundsteinlegung

Neue Hallen für Fahrerhausproduktion und Modification

Die zwei wohl wichtigsten Neuerungen sind ab September 2022 in den Hallen 5 und 6 angesiedelt. Auf 26.000 Quadratmetern in Halle 6 sollen künftig zwei Drittel aller Lkw-Fahrerhäuser ausgestattet werden. Das andere Drittel kommt aus München. In der neuen Halle 5 werden auf 10.000 Quadratmetern Truck-Modifikationen stattfinden. Dort werden Lkw auf Kundenwunsch umgebaut und modifiziert. Hierfür stellt MAN neue Mitarbeiter ein, die von ihren Kollegen im Münchener Werk geschult werden. „Als starker Partner im Truckverbund werden wir das Werk in Krakau so ausrichten, dass wir künftig bis zu 300 Einheiten von allen Typenreihen und bis zu 300 Fahrerhäuser am Tag in drei Schichten montieren können“, erklärt Bentkowska.

Neue Gebäude für Mitarbeiter und eine Bioenergiequelle für die CO2-Neutralität

Der Standort im Süden Polens spielt außerdem eine wichtige Rolle bei der Einführung neuer Nutzfahrzeug-Technologien und moderner Lösungen im Bereich Digitalisierung, e-Mobility und autonomes Fahren. Dafür werden neue Mitarbeiter eingestellt, neue Gebäude gebaut, neue Anlagen beschafft und zukunftsträchtige Themenfelder bearbeitet.

Auch zusätzliche Parkplätze für neu produzierte Fahrzeuge, Lieferzonen für Komponenten sowie viele neue soziale Einrichtungen für Mitarbeiter wie Kantinen, Büros, Parkplätze, Umkleideräume und sanitäre Anlagen werden in Krakau neu entstehen. Die Lkw-Montagehalle sowie die dazugehörigen Lager werden zudem deutlich vergrößert. Und eine neue Bioenergiequelle sorgt dafür, dass das Werk in Zukunft CO2-neutral arbeitet und damit nachhaltig ist.

„Krakau wird ein hocheffizienter Standort und spielt künftig eine noch wichtigere Rolle als Volumen-Ausgleichswerk. Etwa drei Viertel aller Lkw und Lkw-Fahrerhäuser von MAN werden künftig hier montiert. Zusätzlich aufgebaut wird in Krakau der Bereich ‚Truck Modification‘, in dem wir unsere Lkw individuell an die Bedürfnisse unserer Kunden anpassen“, sagte MAN Produktionsvorstand Michael Kobriger.

Text   Boris Pieritz
Fotos   MAN

#Unternehmen#Produktion#Lkw
Schwarzer Pfeil nach oben