MAN Truck & Bus

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So nutzt MAN die Chancen der Digitalisierung

 

Corona hat den Weg von analog zu digital beschleunigt. Neue Arbeitsweisen sind normal geworden. Bei MAN bestimmen bereits zahlreiche digitale Tools die täglichen Prozesse – von denen Kunden und Mitarbeiter gleichermaßen profitieren.

Der Lockdown als Boost-Faktor: „Corona hat die Digitalisierung der Arbeitswelt massiv beschleunigt und einen Wandel eingeleitet“, resümiert Gunnar Kilian, Personalvorstand der Volkswagen AG und im Konzernvorstand für den Geschäftsbereich Truck & Bus verantwortlich, eineinhalb Jahre nach dem Ausbruch der Pandemie. „Nicht nur der massive und notwendige Anstieg mobiler Arbeit, sondern neue Arbeitsformen, neue Technologien und neue menschliche Erkenntnisse aus dieser Zeit belegen das.“

Volkswagen hat daher das Konzept ProjektOffice2025 für eine hybride Arbeitswelt nach Corona ins Leben gerufen. Moderne, hochwertige Büros und wandelbare, agile Arbeitsflächen zum Brainstormen sollen dabei noch stärker auf die Bedürfnisse aller Mitarbeiter ausgerichtet sein, während das Homeoffice als Rückzugsraum für konzentriertes Ausarbeiten dienen kann. „Das Büro, wie wir es kennen, wird es nicht mehr geben“, prognostiziert Kilian.

Doch die Folgen des Digitalbooms als Treiber einer neuen Arbeitswelt reichen noch weiter: mehr Freiheiten, mehr Selbstbestimmung, mehr Eigenverantwortung. Und damit auch mehr Chancen. MAN Truck & Bus hat das erkannt und gestaltet bereits heute die Möglichkeiten, die der Einzug der Digitalisierung in den beruflichen Alltag bietet. Auf diese Weise lebt der Nutzfahrzeughersteller sein Motto „Simplifying Business“ nicht nur am Point of Sale, sondern er organisiert sich auch zum Vorteil aller Mitarbeiter intern durch digitale, effiziente Wege neu.

Eine Frau sitzt in einem Büro vor einem Monitor, auf dem grafische Kurven zu sehen sind. Im Hintergrund steht ein Mann und blickt zur Seite.

Schnellere Werkstattprozesse

Bestes Beispiel dafür ist MAN D.R.I.V.E., das internationale Programm zur Digitalisierung und Automatisierung aller Werkstattprozesse von Annahme über Reparatur bis Rechnungsstellung, das 2023 in ca. 280 MAN Servicebetrieben in sechs Teilprojekten ausgerollt wird. D.R.I.V.E., das steht für die Vision, die Digitalisierung des MAN Retail-Netzwerks mit Prozess- und IT-Initiativen voranzutreiben, um vorausdenkend und einfach einer tragfähigen Zukunft entgegenzutreten. Jeder Kundenkontaktpunkt wird dabei dank MAN D.R.I.V.E. effizienter.

Und so funktioniert es eines Tages: Der Servicemitarbeiter nutzt für die Fahrzeugannahme die App MAN ServiceCheck-in (SCI), liest über den Dongle die Fahrzeugdaten aus und kann den Kunden mithilfe einer digitalen Checkliste zu nötigen Reparaturen beraten. Um den Auftrag zu kalkulieren, steht ihm die App MAN ServiceCalculation zur Verfügung. Der Kunde bestätigt digital, die Werkstatt erhält die Auftragsfreigabe. Damit kann der Werkstattmeister den Auftrag einem bestimmten Mechaniker zuordnen, wobei parallel automatisch die dafür nötige Teilebestellung im Lager eingeht.

So kann die Arbeit zügig beginnen, die der Mechaniker natürlich ebenfalls digital via Tablet dokumentiert. Das Knowledge-Management reduziert Rückfragen in der Zentrale.  Sollte es doch dazu kommen, unterstützt der Service Support Desk und reduziert die Standzeit des Fahrzeugs. Und nach getaner Arbeit gibt der Werkstattservice die digitale Rechnung frei und der Kunde kann das Fahrzeug wieder abholen.Das Ergebnis: Ein durchgängig optimiertes und jederzeit transparentes Erlebnis sowie eine bessere Uptime für den Kunden, aber auch reduzierte Durchlaufzeiten, weniger Reklamationen und weniger Kosten dank der papierlosen Prozesse für den Servicebetrieb von MAN.

Ein Mann nimmt an einem virtuellen Meeting teil. Auf dem Bildschirm seines Tablets sind 9 Teilnehmer:innen zu sehen.

Zukunft des Vertriebs

Die digitale Transformation des Vertriebs ist in vollem Gange: bereits im Jahr 2020 wurde mit der cloudbasierten Plattform MAN SalesMAN der Verkäuferarbeitsplatz der Zukunft erfolgreich in Deutschland ausgerollt. MAN SalesMAN zeichnet sich besonders durch seine Integration in die bestehende Prozess- und Systemlandschaft aus. So lassen sich innerhalb eines Angebots unterschiedliche Produkte, etwa Neu- und Lagerfahrzeuge, Serviceverträge sowie Finanzierungen aufeinander abstimmen, kalkulieren und bestellen. Weitere Highlights stellen zahlreiche Kollaborationsmöglichkeiten, eine 360-Grad-Kundenansicht sowie intelligente Selbststeuerungsfunktionen im Verkauf dar.

Modulare Weiterbildungskonzepte

Auch die MAN Academy setzt für die Weiterbildung der Mitarbeiter auf das Potenzial, das die Digitalisierung mit sich bringt. So wurde das Training Camp Truck in Zusammenarbeit mit dem Vertriebsteam vom reinen Präsenz- zu einem innovativen Launch- und Trainingskonzept weiterentwickelt, in dem die Verkaufsmannschaft derzeit in einem mehrstufigen modularen Aufbau zur neuen MAN Truck Generation geschult wird: Der Einstieg erfolgte dabei über ein virtuelles Selbststudium sowie über digitale Livestreams mit Experteninterviews, Filmen und interaktiven Workshops, gefolgt von einem Face-to-face-Event vor Ort zur Vertiefung und für Fahrerlebnisse.

Viele Zukunftsvisionen sind bei MAN Wirklichkeit geworden. Das gilt für das Tablet in der Werkstatt, auf das der Kunde seine digitale Unterschrift setzt, genauso wie für maßgeschneiderte Fortbildungen im Homeoffice. „Was früher als undenkbar galt, ist heute Realität“, urteilt Gunnar Kilian. Der VW-Personalvorstand ist überzeugt: „Digitale Tools beschleunigen unseren unternehmerischen Erfolg – pragmatisches und menschliches Handeln sind dafür aber elementar.“ Mit diesem Ansatz vollzieht MAN konsequent die digitale Transformation. 

Text   Susanne Löw
Fotos   Getty Images/ MAN

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