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Vier Mythen aufgeklärt: Nachhaltigkeit im Unternehmen

 

Vom Nice-to-to-have zum Must-have – das Thema Nachhaltigkeit ist heute für Unternehmen unausweichlich. Dabei stehen alle vor denselben Herausforderungen: Sie müssen die nachhaltigen Ansätze erfolgreich in ihre Unternehmensprozesse integrieren und den Weg für neue nachhaltige Technologien ebnen. Keine leichte Aufgabe – um die sich noch viele Unklarheiten ranken. Unser Faktencheck deckt die vier größten Mythen rund um Nachhaltigkeit im Unternehmen auf.

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Nachhaltigkeit heißt nur Umweltfreundlichkeit

Nicht ganz! Zwar sind die Erhaltung der Umwelt und der Kampf gegen den Klimawandel zentrale Aspekte von nachhaltigem Handeln. Aber darüber hinaus gibt es noch viele weitere Faktoren. Dafür steht auch der Begriff „Environmental Social Governance (ESG)“ – auf Deutsch: ökologisch-soziale Unternehmensführung. Hierbei handelt es sich um die Gesamtheit unternehmerischer Sozialverantwortung, die weit über das umweltbewusste Agieren hinaus geht. Eine nachhaltige Unternehmensführung verlangt, dass Unternehmen ihre Auswirkungen auf die Umwelt sowie auf soziale, menschenrechtliche und ökonomische Aspekte in ihre Strategie integrieren. Das heißt auch, dass sich ein Unternehmen nicht auf eine kurzfristige Gewinnmaximierung fokussiert, sondern auf eine langfristige und nachhaltige Wertschöpfung.

Konkrete Beispiele für ein nachhaltiges Agieren im Bereich Soziales sind etwa Bestrebungen zum Schaffen von gerechten Arbeitsbedingungen, die verpflichtende Achtung der allgemeinen Menschenrechte oder Investitionen in die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Im Bereich Governance verpflichten sich die Unternehmen beispielsweise zu einer ethischen Unternehmensführung, dem Verhindern von Korruption und der Installation von unabhängigen Aufsichtsgremien.

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Nachhaltigkeit ist zu teuer

Falsch! Die Haltung, ethisch korrektes Investieren und Handeln führe zu einer Minderung des Gewinns, hält sich hartnäckig. In den vergangenen Jahren wurde diese Annahme jedoch mehrfach widerlegt: Unternehmen, deren Führung sich gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen stellt, schneiden im Schnitt nicht etwa schlechter, sondern genauso gut oder sogar besser ab als solche, die das Thema links liegen lassen.

Eine einschlägige Studie dazu lieferte die Wirtschaftsberatung Deloitte mit ihrem „European CFO Survey“ aus dem Jahr 2020. Darin befragten die Berater rund 1.000 Chief Financial Officers (CFOs) in 18 Ländern zu ihren Einstellungen bezüglich nachhaltiger Finanzierung. Das Ergebnis? Eine große Mehrheit von 87 Prozent der Finanzvorstände konnte aktuell durchaus einen Einfluss ihrer ESG-Performance auf die Kapitalkosten sehen. Im Detail glaubten zwölf Prozent der CFOs, dass der Einfluss von ESG hoch sei; ein gutes Drittel dachte, der Einfluss sei moderat, ungefähr ebenso viele sprachen von einem geringen und 13 Prozent von gar keinem Einfluss.

Das Fazit ist klar: Eine gute und transparente ESG-Berichterstattung kann den Gewinn eines Unternehmens steigern und neue Investoren anziehen. Aber auch Kunden richten sich immer häufiger danach, wie nachhaltig ein Unternehmen ist. Wer entsprechende Anforderungen, beispielsweise im Rahmen einer Ausschreibung, nicht erfüllen kann, wird eben als Partner gar nicht mehr in Betracht gezogen.

Illustration auf der drei Personen zu sehen sind. Sie werden umsäumt von einem Bus und einem Truck, über ihren Köpfen schweben eine Glühbirne, ein Blatt und eine Kurve.

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Nachhaltigkeit ist ein Nice-to-have

Falsch! Nachhaltigkeit und ESG sind für Unternehmen schon lange kein Schönwetter-Themen mehr, die nur Marketingzwecken dienen. Ganz im Gegenteil: Nachhaltigkeit spielt sowohl in Geschäftsstrategien als auch in Kundenentscheidungen mittlerweile eine zentrale Rolle. Denn die Grundhaltung von Unternehmern, Beschäftigten und Kunden ändert sich zunehmend. Sie sehen eine schlüssige ESG-Strategie als einen integralen Bestandteil einer gesunden Unternehmenskultur und setzen diese darum sogar voraus. Eine klare und offene ESG-Berichterstattung ist also sogar ein Wettbewerbsvorteil – und steigert den Unternehmenswert.

Bei MAN Truck & Bus ist das Thema Nachhaltigkeit und ESG bereits zu einem ganz besonderen Business-Treiber geworden: Unter dem Leitspruch „Simplifying customer business through leading sustainable solutions“ stellt sich das Unternehmen mit seiner Transformationsstrategie „NewMAN“ neu auf und investiert vor allem in innovative Zero-Emission-Technologien.

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Das Rennen um Klimaschutz und Nachhaltigkeit ist schon gelaufen

Nicht unbedingt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Weltklimarats IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) haben im August 2021 einen aktuellen Report zu den Grundlagen des Klimawandels veröffentlicht. Darin skizzierten sie fünf Prognosen für die Zukunft und spielten sehr unterschiedliche Szenarien durch: von einem sehr geringen bis zu einem sehr hohen Ausstoß von Emissionen. Das Ergebnis? Bleibt der Ausstoß an Emissionen so, wie er gerade ist, könnte die weltweite 1,5-Grad-Grenze des Pariser Abkommens schon Anfang der 2030er-Jahre überschritten sein. Schafft es die Menschheit hingegen, die Emissionen schnell sehr drastisch zu senken, gäbe es noch die Möglichkeit, eine große Klimakatastrophe zu verhindern. Jetzt sei die allerletzte Chance zu handeln, um die Pariser Klimaziele noch zu erreichen, lautet die zentrale Botschaft der etwa 230 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus mehr als 60 Ländern. Dabei gehe es allerding nicht um eine Entscheidung zwischen dem 1,5-Grad-Ziel und gar keinem Klimaschutz, betonte der Weltklimarat. Denn jedes Zehntelgrad, das vermieden werde, reduziere die Gefahr von klimatischen Extremereignissen.
Für Unternehmen wie MAN Truck & Bus bedeutet das, dass sie nun mit voller Kraft und allen Mitteln nachhaltige Produkte und Strategien vorantreiben – und so aktiv ihren Beitrag dazu leisten, die Vorgaben des Pariser Abkommens zu erfüllen.

Text   Matea Prgomet
Fotos   Michał Bednarski

#Nachhaltigkeit#Unternehmen#CorporateResponsibility

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