MAN Truck & Bus

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Warum der ÖPNV jetzt auf Elektromobilität umsteigt


Noch immer sind hunderttausende Dieselbusse mit veralteter Technik auf Europas Straßen unterwegs. Gleichzeitig steigt die Zahl der E-Busse deutlich. Dass die Elektromobilität im Aufwind ist, verwundert kaum. Schließlich wird der Ruf nach nachhaltiger Mobilität immer lauter. MAN bietet mit dem vollelektrischen Lion's City E und einem Gesamtkonzept mit ganzheitlicher eMobility-Beratung die passende Lösung für den Stadtverkehr der Zukunft.

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Emmisionsfrei in die Zukunft MAN Transport Solutions bietet ganzheitliche individuelle Beratung beim Umstieg auf Elektromobilität.

Die Elektromobilität elektrisiert immer mehr Menschen. Das zeigen die steigenden Zulassungszahlen von E-Autos deutlich. Aber längst nicht nur im Individualverkehr nimmt die E-Mobilität Fahrt auf. Auch im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) setzen immer mehr Betreiber auf E-Fahrzeuge, wie aktuelle Zahlen des Dachverbands der europäischen Fahrzeughersteller (ACEA) zeigen. Der Verband vermeldete auf Basis der Bus-Zulassungszahlen, dass der Absatz von Elektrobussen in der Europäischen Union 2020 im Vergleich zu 2019 um 18,4 Prozent gestiegen ist. Der Anteil des Dieselmotors ist hingegen um fast zehn Prozent zurückgegangen (Quelle: ACEA-Report „Buses by Fuel Type Full-Year 2020“, 30. März 2021). „Insgesamt lag der europäische Gesamtmarkt für Elektrobusse im vergangenen Jahr bei mehr als 2.000 Fahrzeugen. Und die Tendenz ist ganz klar steigend“, sagt Rudi Kuchta, Head of Business Unit Bus bei MAN Truck & Bus. Schlussfolgerung: „Wir gehen davon aus, dass die Hälfte aller neuen MAN-Stadtbusse bis 2025 alternativ angetrieben sein wird.“

Trotz der steigenden E-Bus-Zahlen ist der Dieselbus noch mit Abstand am häufigsten auf EU-Straßen im Einsatz. Insgesamt waren es 2019 laut ACEA über 690.000 Busse mit einem Durchschnittsalter von 11,7 Jahren – 94,5 Prozent davon wurden mit Diesel angetrieben, 0,6 Prozent rein elektrisch (Quelle: ACEA-Report „Vehicles in Use Europe“, January 2021). „Die Zahlen und unsere Erfahrungen zeigen, dass die Elektromobilität im Aufwind ist. Gleichzeitig machen sie auch deutlich, welch großes Potenzial noch darin steckt. Dieselbusse mit veralteter Technik gegen moderne Elektrobusse auszutauschen, wird enorm dazu beitragen, die CO2-Emissionen zu senken“, sagt Kuchta und ergänzt: „Das ist ein zentraler Baustein, um dem Klimawandel zu begegnen.“ Denn: Bei einer Jahresfahrleistung von 50.000 bis 60.000 Kilometern und einem je nach Einsatz, Topographie und Fahrzeugvariante variierenden Verbrauch von 36 bis 49 Litern pro 100 Kilometer lassen sich mit einem Elektrobus, der lokal emissionsfrei unterwegs ist, rund 60 bis 80 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen – im Vergleich zum Dieselbus und bei Annahme des aktuellen Strommixes.

Ein Bus mit der Aufschrift „elexity Hamburg fährt elektrisch“ fährt auf einer Straße vor großen Gebäuden.
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Beispiel Hamburg Hier gehören die elektrischen Riesen schon seit einem Jahr zum Stadtbild. Denn die Verkehrsbetriebe der Stadt Hamburg beschaffen seit 2020 ausschließlich lokal emissionsfreie, batteriebetriebene Busse.

Mehr Klimaschutz ist möglich

Der Bus gilt bereits heute als das umweltfreundlichste und wirtschaftlichste Verkehrsmittel. ÖPNV-Betreiber und Kommunen haben es allerdings selbst in der Hand, noch stärker CO2-Emissionen einzusparen und damit zum Klimaschutz beizutragen. Das hat auch die Europäische Union erkannt und die „Clean Vehicle Directive“ verabschiedet. Diese sieht verbindliche Emissionsstandards in kommunalen Flotten vor – seit August 2021 ist die Gesetzgebung in Kraft. Städte müssen damit ihre Weichen für eine emissionsfreie Mobilität stellen. Das Ziel: von „Low Emission“ zu „No Emission“ zu kommen. „Immer mehr öffentliche Verkehrsunternehmen haben das verstanden und setzen bei Neuanschaffungen nur noch auf batteriebetriebene Stadtbusse. Oder sie legen klare zeitliche Ziele für die Umstellung der gesamten Flotte auf emissionsfreie Antriebe fest“, so Kuchta. Ein Beispiel dafür sind die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH), die seit 2020 ausschließlich lokal emissionsfreie, batteriebetriebene Busse beschaffen. Ziel ist, bis 2030 die gesamte Busflotte weitestgehend auf emissionsfreie Antriebe umzustellen.

Um die Verkehrsbetriebe auf ihrem Weg hin zu einer emissionsfreien Mobilität bestmöglich zu unterstützen, bietet MAN Truck & Bus ein Gesamtkonzept, das ganzheitliche E-Mobility-Beratung und maßgeschneiderte, zukunftsweisende Lösungen zusammenbringt. Denn auch für MAN ist die Zukunft der urbanen Mobilität elektrisch. „Wir sind davon überzeugt, dass Elektromobilität die Schlüsseltechnologie für den Nutzfahrzeugverkehr der Zukunft ist. Aus diesem Grund treiben wir gemeinsam mit unseren Kunden Technologien und Fortschritt immer weiter voran“, so Rudi Kuchta. Im Mittelpunkt dabei steht der MAN Lion’s City E – und damit die vollelektrische Lösung für den ÖPNV.

Wie hervorragend der MAN Lion’s City E den Stadtverkehr meistert und wie unkompliziert er sich in bestehende Abläufe integrieren lässt, beweist er seit Monaten in immer mehr Städten in ganz Europa. Bei einer Elektrobus-Testfahrt von MAN, die im Mai dieses Jahres in München über die Bühne ging, knackte er außerdem unter realistischen Alltagsbedingungen mit nur einer Batterieladung die 550-Kilometer-Marke. „Das Thema Reichweite spielt für unsere Kunden eine wesentliche Rolle. Denn auf den Linien, die bisher von einem einzigen Fahrzeug mit Verbrennungsmotor bedient wurden, soll künftig auch nur ein Elektrofahrzeug unterwegs sein. Beim MAN Efficiency Run hat unser Elektrobus eindrucksvoll bewiesen, wie alltagstauglich Elektromobilität schon heute ist“, berichtet Kuchta. Denn selbst bei einer realistischen Reichweite von „nur“ 400 Kilometern im Regelbetrieb könnte der Bus 98 Prozent der von MAN-Kunden bedienten Strecken ohne Zwischenladen abdecken. Und aufgeladen wird er dann im Depot – mit dem Vorteil, dass die Betreiber nicht in zusätzliche Ladeinfrastruktur im Stadtgebiet investieren müssen.

„Wir gehen davon aus, dass die Hälfte aller neuen MAN-Stadtbusse bis 2025 alternativ angetrieben sein wird.“

Rudi Kuchta 
Head of Business Unit Bus bei MAN

Eine Hand die ein Ladekabel hält, das mit dem MAN Lion’s City E verbunden ist.
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Praktisch Seit Neuestem bietet MAN zwei Batterienutzungsstrategien für den MAN Lion’s City E an. So wird der Einsatz des E-Busses optimal an die Bedürfnisse der ÖPNV-Betreiber angepasst.

Die passende Nutzungsstrategie

Jede Stadt tickt anders: Während in der einen gefühlt das Leben etwas langsamer läuft, herrscht in der nächsten Stadt unentwegt Trubel. Straßen sind enger oder breiter, Menschen leben dichter oder weiter entfernt voneinander. Viele dieser Eigenheiten beeinflussen maßgeblich den ÖPNV vor Ort. Ob grob- oder engmaschiges Netz, größere oder kleinere Distanzen zwischen den Haltestellen oder die Länge der einzelnen Linien – all das hängt vor allem davon ab, wie eine Stadt aufgebaut ist, wie die Randgebiete aussehen, wie viele Menschen in der City leben und arbeiten.

„Genau aus diesen Gründen sind für den MAN Lion‘s City E nun zwei Batterienutzungsstrategien verfügbar. So können Betreiber ihren E-Bus perfekt an die individuellen Bedürfnisse des Einsatzes anpassen“, sagt Heinz Kiess, Leiter Produktmarketing Bus bei MAN. „Neben der bekannten ,Reliable Range‘-Nutzungsstrategie bieten wir Kunden ab sofort auch eine Alternative für maximale Tagesreichweiten an.“

Für ÖPNV-Betreiber, die während der kompletten Einsatzdauer ihrer vollelektrischen Busse eine konstant zuverlässige Reichweite benötigen, eignet sich die Batterienutzungsstrategie „Reliable Range“ hervorragend. Denn sie bietet durch ein begrenztes Ladefenster von 65 Prozent ausreichend Reserven. So garantiert sie über die gesamte Nutzungsdauer hinweg eine gleich hohe Reichweite von bis zu 270 Kilometern unter günstigen Bedingungen. „Wer den Elektrobus jedoch auf Linien mit längeren Distanzen einsetzt, hat mit der ,Maximum Range‘-Strategie jetzt ein ideale Alternative“, so Kiess. Dank eines erweiterten Ladefensters auf 80 Prozent lässt sich pro Ladung mehr Energie entnehmen und so die Tagesreichweite situativ erhöhen. Betreiber profitieren damit von einer höheren Flexibilität im Einsatz, die beispielsweise auch bei extremen Temperaturen oder Umleitungen von Vorteil ist. Denn die Reichweite mit der „Maximum Range“-Strategie beträgt bis zu 350 Kilometer bei 384 kWh nutzbarer Energie (bzw. 512 kWh beim Lion’s City 18 E). Im Vergleich: Bei der „Reliable Range“-Strategie sind bis zu 312 kWh (bzw. 416 kWh beim Lion’s City 18 E) der installierten Batteriekapazität dauerhaft nutzbar.

Ein Mann steht vor dem Lion’s City 12 E und lächelt einen anderen Mann am Bürotisch an.
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Hilfreicher Service Die Experten von MAN Transport Solutions stehen Kunden beim Thema Batterienutzungsstrategie mit Rat und Tat zur Seite.

Services für Elektroflotten

Um den Alltag der Flottenmanager transparenter, einfacher und effizienter zu gestalten, hat MAN den MAN eManager entwickelt. Dabei handelt es sich um ein zentrales, digitales Tool für ein effizientes Lademanagement. Der MAN eManager war bereits bei ersten Kunden im Einsatz, nun gibt es den Remote-Service auf der RIO Plattform, der Cloud-basierten Plattform von TRATON, in zwei neuen Angebotsoptionen: als MAN eManager S mit Basisfunktionalitäten sowie als MAN eManager M mit einem erweiterten Set an Produktfunktionalitäten, jeweils buchbar im MAN Marketplace. Beide Optionen bieten umfangreiche Features und Hilfestellungen rund um das Laden und den Energieverbrauch des Fahrzeugs.

Zudem beraten die Experten von MAN Transport Solutions Kunden bei der Entscheidung für eine passende Batterienutzungsstrategie. Als Basis dienen unter anderem individuelle Berechnungen des Energieverbrauchs und der Reichweiten. Mit Hilfe detaillierter Routen- und Einsatzanalysen lässt sich darüber hinaus die Fahrzeugnutzung des MAN Lion’s City E weiter optimieren. „Unser Ziel ist es, die Kunden bestmöglich bei ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen – ob mit maßgeschneiderten Lösungen, individuellen Beratungsleistungen oder neuen Technologien“, sagt Rudi Kuchta von MAN.

Interaktives Bild zum Erkunden des MAN Lion’s City E.
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Batteriepacks

Hier liegen die Batterien des Elektro-Busses. Sie befinden sich außerhalb des crashgefährdeten Heckbereichs auf dem Dach und sind dadurch gut zugänglich und einfach zu warten. Der Entfall eines Motorturms ermöglicht zudem eine durchgehende Sitzbank im Heck und damit bis zu vier zusätzliche Sitzplätze.

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Klimaanlage mit Wärmepumpe

Mithilfe der Wärmepumpe kann der E-Bus reichweitenoptimiert und nachhaltig temperiert werden: Statt aus dem Batteriestrom wird ein Großteil der Heizenergie aus der Umgebungsluft gezogen.

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Batteriekühler

Durch den Batteriekühler wird die Batterie in einem optimalen Temperaturbereich gehalten. Die Batterie darf nicht heißer als 40 Grad Celsius werden.

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Wechselrichter

Ein elektrisches Gerät, das Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt. Mit dem erzeugten Wechselstrom wird der Elektromotor betrieben.

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Batteriepacks

Hier liegen die Batterien des Elektro-Busses. Sie befinden sich außerhalb des crashgefährdeten Heckbereichs auf dem Dach und sind dadurch gut zugänglich und einfach zu warten. Der Entfall eines Motorturms ermöglicht zudem eine durchgehende Sitzbank im Heck und damit bis zu vier zusätzliche Sitzplätze.

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Zentralmotor

Zuverlässig und wartungsfreundlich: Beim Antrieb setzt MAN in seinem Lion's City E auf einen leisen, elektrischen Zentralmotor an der Hinterachse.

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Zusatzheizer

Sorgt für Wärme an kalten Tagen. Um die Reichweite der Busse durch den Betrieb der Heizung nicht zu verringern, wird der Zusatzheizer mit alternativen Kraftstoffen betrieben.

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Niederflur-Portalachse

Um einen durchgehend niedrigen Fahrgastboden im Businneren zu ermöglichen, werden tiefer liegende Portalachsen an den Hinterachsen verwendet.

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Ladesteckdose

Über die Ladesteckdose wird die Batterie des Busses aufgeladen.

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Vorderachse mit Einzelradaufhängung

Dank der Einzelradaufhängung ist der Bus leichter und präziser zu lenken. Durch den erhöhten Radeinschlag entsteht eine optimale Wendigkeit des Fahrzeugs.

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Ausgeklügelte Technik Im MAN Lion’s City E stecken jede Menge Know-how und smarte Technologien.

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