Truck 

Allroundtalent für höchste Ansprüche

MAN TGM 13.290 4x4 als multifunktionaler Geräteträger für den Landesbetrieb Gewässer des Regierungspräsidiums Stuttgart im Einsatz

Neuer MAN TGM 13.290 4x4 als multifunktionaler Geräteträger für den Landesbetrieb Gewässer des Regierungspräsidiums Stuttgart im Einsatz.
MAN TGM 13.290 4x4 als multifunktionaler Geräteträger für den Landesbetrieb Gewässer des Regierungspräsidiums Stuttgart im Einsatz.

Einmal die eierlegende Wollmilchsau, bitte – so in etwa liest sich der umfangreiche Ausstattungskatalog des neuen MAN TGM 13.290 4x4 BB, den die Niederlassung Stuttgart der MAN Truck & Bus Deutschland GmbH vor kurzem an die Mitarbeiter des Landesbetriebs Gewässer übergab. Die Wasserbauer des Betriebshofs Winterbach kümmern sich täglich um die Instandhaltung von Flussläufen und brauchen dafür on-road wie off-road einen verlässlichen mobilen Partner. Mit dem agilen, 290 PS (213 kW) starken und speziell ausgerüsteten 14-Tonner sind sie jetzt bestens aufgestellt:

Der kompakte Zweiachser mit einem Radstand von 3600 Millimetern in Allradausführung und mit nach oben gezogener Auspuffanlage ist watfähig bis 70 Zentimeter. Auf seiner speziellen Geländebereifung der Größe 445/65 R 22,5. kommt er so hochbeinig daher, dass typische Einsatzgebiete wie feuchte Wiesen, rutschige Böschungen, schlammige Wege und auch harte Winterwitterung für ihn kein Problem darstellen. Der MAN TGM verfügt außerdem über eine PTG-Reifendruckanlage. So kann der Reifendruck in jedem Rad individuell abgelassen oder erhöht werden, sollte dies erforderlich sein. Beide Anpassungen führten die Umbauspezialisten des MAN-Partners Toni Maurer GmbH durch. Sie setzen dem MAN TGM auch noch seine orangefarbigen Kennleuchten samt Scheinwerferschutzgitter auf das Kabinendach.

Für beste Geländegängigkeit sorgt zusätzlich das ausgeklügelte, aber zugleich sehr einfach zu bedienende Verteilergetriebe-Sperrenmanagement (VSM). Mit dem für MAN typischen Drehschalter kann der Fahrer sämtliche Schalt- und Sperrvorgänge auswählen, mit nur einer Hand hat er alles im Griff. „Fehlgriffe“ ausgeschlossen, denn der Drehschalter gibt die logische Einlegeabfolge der einzelnen Differenzialsperren vor. Ein weiteres Sicherheitsplus: Die Umschaltung zwischen Straßen- und Geländeübersetzung ist nur dann möglich, wenn das Fahrzeug steht und sich das Getriebe in Neutralstellung befindet.

Eine zusätzliche Hilfestellung für den Fahrer bietet die eingebaute Kletterbremse. Sie ermöglicht das Anfahren an Steigungen, ohne dass der Lkw rückwärts rollt. Durch Drücken des Wipptasters im Armaturenbrett halten die Bremszylinder der Betriebsbremse den momentanen Bremsdruck. Dadurch ist es nicht nötig, beim Anfahren am Berg die Feststellbremse einzulegen. Dies entlastet den Fahrer bei schwierigen Manövern, verringert die Unfallgefahr durch Zurückrollen und reduziert den Verschleiß an Kupplung und Getriebe.

Speziell dem Einsatz abseits befestigter Straßen dient im MAN TGE das MAN ABS Offroad, die Geländelogik für das Antiblockiersystem. Diese Funktion ermöglicht auf weichen Bodenverhältnissen wie Kies, Sand, Morast oder nassem Schnee, eine bessere Bremswirkung durch das Zusammenschieben des Untergrunds zu einem Bremskeil vor den Rädern.

Obwohl für den MAN TGM der Stuttgarter Wasserbauer weniger die tägliche Kilometerleistung denn die Betriebsstunden den Ton angeben, müssen Fahrer und Beifahrer nicht auf einen angenehmen Arbeitsplatz in der Kabine verzichten: Das MAN Media Truck Advanced Radio sorgt für guten Sound auf der Fahrt und bietet Freisprechfunktionalität für das Mobiltelefon, Bluetooth inklusive. Auf den Fahrer wartet ein luftgefederter Komfortsitz mit Lendenwirbelstütze, Schulteranpassung und Heizung, eine Beifahrersitzbank mit Einzelsitzen ermöglicht zwei Kollegen die komfortable Mitfahrt.

Nicht nur während der Fahrt, auch im Stand beweist sich der MAN TGM als ideales Arbeitsgerät: Das MAN-Fahrgestell ist mit einem Dreiseiten-Kipperaufbau Typ 6 der Firma Meiller ausgestattet. Zusätzliche Aufsatzbordwände aus Aluminium sorgen für mehr Flexibilität, je nach Ladegut. Hinter dem Fahrerhaus befindet sich ein 12,5-Tonnen-Ladekran PK12502 SH von Palfinger, der mit seinem Greifer bei nahezu allen Einsätzen der Gehölzpflege zum Einsatz kommen kann. Zwischen Kran und Kipper sitzt eine speziell angefertigte Staubox aus Metall über die ganze Breite, in der sich sperrige Arbeitsgeräte, wie zum Beispiel eine Langschwert-Motorsäge, perfekt verstauen lassen.

An der Front des MAN TGM befindet sich eine Fünf-Tonnen-Seilwinde F-70.2/319H1 HW der Marke Werner. Kommt sie zum Einsatz, stemmt sich der TGM übrigens mit allen Vieren dagegen, denn er verfügt über eine pneumatische Zuspannung der Feststellbremse für die Vorderachse.

Wird mit der rückseitig verbauten, acht Tonnen starken, Heckwinde FW810 aus dem Hause Schlang&Reichart gearbeitet, gräbt sich zur Sicherheit eine hydraulisch betätigte, am Rahmenende montierte Bergstütze in den Boden. Kran und Winden bedient der Betreiber gefahrlos per Fernsteuerung, ein großes Plus an Arbeitssicherheit. Heckseitig gibt es außerdem noch einen weiteren Hydraulikanschluss für den Betrieb eines Holzspalters. Sämtliche Anbauten führte – auf besonderen Kundenwunsch – die Fahrzeugbau Wörner GmbH im nahegelegenen Reichenbach an der Fils aus, die dabei gleichzeitig die Zertifizierung als MAN-Partner erhielt.

Für die beiden Fahrer des Sonderfahrzeugs gab es neben den obligatorischen Geräteeinweisungen zu Winden und Kran durch die Hersteller noch ein ganz besonderes Geschenk, nämlich ein Geländefahrtraining mit den Ausbildern von MAN ProfiDrive.