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Bis zu 30 Prozent weniger CO2: München setzt ersten Hybrid-Stadtbus von MAN ein

MAN Lion’s City Hybrid entlastet Münchner Innenstadt von Abgasen und Lärm

Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) hat den ersten MAN Lion’s City Hybrid in Dienst gestellt. In Anwesenheit von Münchens Oberbürgermeister Christian Ude nahm Herbert König, Vorsitzender der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und SWM Geschäftsführer Verkehr, den Schlüssel für den innovativen Stadtbus von Bernd Maierhofer, Vorstand R&D and Purchasing der MAN Nutzfahrzeuge AG, entgegen. Der neue Hybridbus von MAN verbraucht bis zu 30 Prozent weniger Kraftstoff als ein konventioneller Stadtbus. Das entspricht einer CO2-Reduktion von bis zu 30 Prozent.

„Mit unserem neuen MAN Lion’s City Hybrid leisten wir einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Entlastung der Innenstädte von Abgasen und Lärm“, erklärte Bernd Maierhofer. „Wir forschen bereits seit den 70er Jahren an Hybridantrieben für Busse sowie Lkw und haben dabei viele wertvolle Erkenntnisse gewonnen, die in die Entwicklung des MAN Lion’s City Hybrid geflossen sind. Dieser Bus ist die Basis für unsere zukünftigen Entwicklungen im Bereich der E-Mobility für Busse und Lkw.“

München ist die erste Metropole in Europa, die den neuen MAN Lion’s City Hybrid im Linienbetrieb einsetzt. Im Laufe dieses Jahres kommen weitere Busse dieses Typs in Hagen (D), Paris (F), Barcelona (E), Mailand (I), Wien (A) sowie mehreren Städten in den Niederlanden zum Einsatz.

Während konventionelle Omnibusse ihre große kinetische Energie beim Bremsen in Wärme umwandeln, so dass diese verloren ist, gewinnt der MAN Lion’s City Hybrid die Bremsenergie zurück und nutzt diese für den Antrieb. Mit der Start-Stopp-Automatik können zusätzlich Kraftstoffkonsum und Emissionen reduziert werden. Schließlich verbringen Stadtbusse zwischen 25 und 40 Prozent ihrer Betriebsdauer im Stand an Haltestellen oder vor roten Ampeln.

Der MAN Lion’s City Hybrid wird von zwei elektrischen Fahrmotoren angetrieben. Diese arbeiten beim Bremsvorgang als Generatoren und wandeln die Bremsenergie in elektrische Energie um. Diese wird in einem so genannten Traktions-Energiespeicher bestehend aus sechs Ultracap-Modulen gespeichert, die auf dem Dach des Lion’s City Hybrid Platz finden. Ultracaps, auch Hochleistungskondensatoren genannt, weisen gegenüber heute verfügbaren Batteriesystemen zahlreiche Vorteile auf. Im Gegensatz zu Batterien finden bei Be- und Entladung keine chemischen Umwandlungen statt – es werden lediglich elektrische Ladungen verschoben.

Mit der Energie aus den Ultracap-Modulen kann der MAN Lion’s City abgasfrei und geräuscharm beschleunigen und – je nach Einsatzbedingung – eine Strecke von bis zu zweihundert Metern rein elektrisch zurücklegen. Ist der Energiespeicher leer, schaltet sich automatisch der umweltfreundliche MAN-Dieselmotor im Heck des Busses zu, um mit Hilfe eines Generators den Strom für die elektrischen Fahrmotoren an Bord zu produzieren. Der MAN Sechszylinder-Dieselmotor erfüllt den freiwilligen Abgasstandard EEV und verfügt über einen geregelten CRTec®-Partikelfilter, der bis zu 99 Prozent der Rußpartikel aus dem Abgasstrom filtert.

Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) hat am 25. Mai 2010 den ersten MAN Lion’s City Hybrid in Dienst gestellt. Der neue Hybridbus von MAN verbraucht bis zu 30 Prozent weniger Kraftstoff als ein konventioneller Stadtbus.

Die offizielle Inbetriebnahme durch Herbert König, MVG-Chef (links), Bernd Maierhofer, Vorstand R&D and Purchasing MAN Nutzfahrzeuge AG und Christian Ude, Oberbürgermeister von München, erfolgte auf dem Münchner Marienplatz.