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Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel besucht MAN Diesel & Turbo

Wirtschaftsminister und Management des Augsburger Großdieselmotoren-Herstellers diskutieren über industrielle Eigenstromerzeugung und umweltfreundliche Schiffsantriebe

Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, besuchte am 29. Juli 2014 die MAN Diesel & Turbo SE an ihrem Unternehmenssitz in Augsburg. Gabriel diskutierte mit Dr. Georg Pachta-Reyhofen, Vorstandssprecher der MAN SE, und Dr. Hans-O. Jeske, Technikvorstand der MAN Diesel & Turbo SE, über die Potenziale und Hürden für industrielle Eigenstromerzeugung sowie die Rahmenbedingungen und technischen Möglichkeiten einer umweltfreundlicheren Schifffahrt. Bei der Besichtigung der Produktion zeigte sich Sigmar Gabriel beeindruckt von den hochmodernen Diesel- und Gas-Großmotoren des Traditionsunternehmens: „MAN ist ein Unternehmen mit einer beeindruckenden Historie, in dem technologische Expertise und Präzisionsarbeit höchsten Stellenwert haben“, sagte Sigmar Gabriel. „Hier zeigt sich wieder einmal, warum der Maschinenbau ‚Made in Germany‘ solch einen Ruf in der Welt genießt.“

Als Gäste von MAN Diesel & Turbo begleiteten der Augsburger Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl (CSU), die Bundestagsabgeordneten Ulrike Bahr (SPD), Hansjörg Durz (CSU) und Dr. Volker Ullrich (CSU) sowie der Augsburger IG Metall-Geschäftsführer Michael Leppek den Unternehmensbesuch des Bundesministers.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Produkte des Unternehmens zur dezentralen Energiegewinnung sowie die Bedeutung der industriellen Eigenstromerzeugung. „Bei MAN verstehen wir die Dezentralisierung der Stromerzeugung als entscheidenden Pfeiler der Energiewende. Ein Beispiel dafür sind unsere Gasmotoren, die in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen eingesetzt werden. Die industrielle KWK-Eigenstromerzeugung ist unerlässlich, um die deutschen wie die europäischen Effizienzziele bei der Energiegewinnung zu erreichen,“ sagte Dr. Georg-Pachta-Reyhofen, Vorstandssprecher der MAN SE. „Die Energiewende ist in ihre Reifephase eingetreten. Die große Herausforderung liegt nicht länger im Ausbau erneuerbarer Energien, sondern in der effizienten Integration aller notwendigen Technologien in ein Gesamtsystem. Technologien, die einen wichtigen Systembeitrag leisten, müssen wirtschaftlich genutzt werden können. Eigenschaften wie Flexibilität, Speicherfähigkeit und Wärmenutzung müssen daher weiter in den Fokus rücken."

Ein weiterer Gesprächsschwerpunkt waren Technologien für umweltfreundliche Schifffahrt sowie der Umstieg der maritimen Industrie auf den Kraftstoff Gas. „Unsere Dual-Fuel-Motoren, die sowohl flüssige als auch gasförmige Kraftstoffe nutzen können, spielen eine wichtige Rolle bei der Reduzierung von Emissionen und werden derzeit verstärkt nachgefragt“, sagte Dr. Hans-O. Jeske, Technikvorstand von MAN Diesel & Turbo. „Damit sich Gas als umweltfreundlicher Kraftstoff etablieren kann, muss jedoch der Aufbau einer verlässlichen Versorgungsinfrastruktur an den Häfen gewährleistet sein. Im Schulterschluss von Politik und maritimer Industrie sollte Deutschland ein Leuchtturmprojekt starten.“

Im MAN Ausbildungszentrum, in dem derzeit über 300 Auszubildende von MAN Diesel & Turbo, Renk und weiteren Partnerunternehmen in elf industriell-technischen Berufen ausgebildet werden, sprach Sigmar Gabriel mit Auszubildenden über ihre Erfahrungen und Zukunftspläne und betonte die Bedeutung der Fachkräftesicherung. „MAN geht mit gutem Beispiel voran, den Fachkräftenachwuchs mit hochwertiger und praxisnaher Ausbildung zu sichern“, sagte Sigmar Gabriel. „Es ist wichtig, jungen Menschen mit einer spannenden Ausbildung eine Perspektive zu bieten und gleichzeitig für den Expertennachwuchs im Maschinenbau, einer Schlüsselbranche der deutschen Industrie, zu sorgen.“

Die Auszubildenden von MAN erzielen bei ihren Abschlussprüfungen regelmäßig Bestnoten im bundesdeutschen Vergleich. Im September 2014 werden erneut über 100 Auszubildende ihren Berufsweg im MAN Ausbildungszentrum starten.