Truck 

Der neue MAN TGE – Branchenlösungen auf der IAA

Vans to go: Branchen-Fahrzeuge ab „Werk“ | Variantenreichtum: Drei unterschiedliche Aufbauten im Arbeitsdress

MAN ist die erste Adresse, wenn es um Branchenlösungen nach Maß geht – stets im engen Schulterschluss zu den MAN-zertifizierten Aufbauherstellern.
MAN ist die erste Adresse, wenn es um Branchenlösungen nach Maß geht – stets im engen Schulterschluss zu den MAN-zertifizierten Aufbauherstellern.

München/Hannover, 8. September 2016: Auf der diesjährigen Nutzfahrzeug-IAA in Hannover (22. bis 29. September 2016) präsentiert MAN erstmals den neuen TGE einem breiten Publikum. Mit den Insignien der Marke belegt der neue TGE in der Modellpalette des Münchner Lkw-Herstellers das klassische Segment der Nutzfahrzeuge zwischen 3,0 und 5,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht und ist fortan bei MAN die erste Antwort auf die leichten Transportaufgaben, die das tägliche Arbeitsleben rund um Transport und Beförderung stellt. Das zeigen auf beeindruckende Weise drei unterschiedliche Aufbaulösungen auf dem MAN-Stand in Halle 12.

Für Handel und Gewerbe – Anfang kommenden Jahres startet MAN mit dem Verkauf eines neuen Transporters. Sein Name: TGE. Auf zwei Radständen, drei Dachhöhen und drei Fahrzeuglängen lassen sich Karosserieformen wie geschlossener Kastenwagen und verglaster Kombi oder aber auch offene Aufbauten wie Einzel- und Doppelkabine realisieren. Unabhängig von der serienmäßigen Variationsvielfalt präsentiert MAN auf der diesjährigen Nutzfahrzeug-IAA drei Aufbaulösungen aus den Einsatzbereichen Bau, KEP und Service und macht damit einmal mehr klar: MAN ist die erste Adresse, wenn es um Branchenlösungen nach Maß geht – stets im engen Schulterschluss zu den MAN-zertifizierten Aufbauherstellern.

Passend zu den gezeigten Aufbaulösungen ist das im Transporter-Segment von MAN neu geschaffene Vertriebsmodul „Vans to go“. In diesen speziellen Fällen stehen bei MAN zukünftig Branchen-Fahrzeuge mit MAN-geprüften Auf- und Ausbauten im Fokus des „Sofortverkaufs“. Die Grundidee: Aufgrund der sofortigen Verfügbarkeit kann der Kunde seinen originären Auftrag unmittelbar erfüllen (48 Stunden vom Bestelleingang bis zur Auslieferung). Zudem spart sich der Kunde das zeitraubende Procedere der Konfiguration von Sonderaufbauten. Darüber hinaus stellen diese Branchen-Fahrzeuge sicher, dass alle für den sofortigen Einsatz notwendigen Ausstattungsmerkmale schon serienmäßig an Bord sind und bestenfalls nur noch eine kleine Individualisierung beim Händler vor Ort oder auf dem eigenen Betriebshof notwendig wird. Die Vermarktung der „Vans to go“-Fahrzeuge wird nahezu europaweit über eine eigene Internet-Plattform stattfinden. Ein weiterer Vorteil: MAN führt auch die Service-Arbeiten an den jeweiligen Aufbauten durch und bietet Finanzierungen für Komplettfahrzeuge.

Die Ladefläche und die komplette Unterkonstruktion des Dreiseitenkippers sind aus hochfestem Stahl (HSS High Strengthen Steel) gefertigt.
Die Ladefläche und die komplette Unterkonstruktion des Dreiseitenkippers sind aus hochfestem Stahl (HSS High Strengthen Steel) gefertigt.

Auf der IAA zeigt MAN nun anhand von drei unterschiedlichen Aufbauten die Vielfältigkeit des MAN TGE. Den Anfang macht ein Dreiseitenkipper der Firma Scattolini, deren Ladefläche und komplette Unterkonstruktion aus hochfestem Stahl (HSS High Strengthen Steel) gefertigt sind. Die Ladefläche lässt sich nach manueller Vorwahl des Drehpunktes entweder nach hinten oder zu den Seiten kippen. Die Aluminium-Bordwände sind 400 mm hoch und aufgrund der modularen Bauweise – die leichte Reparaturen ermöglicht – mit schnell austauschbaren Verschlüssen versehen. Zudem klinkt sich die hintere Bordwand beim Kippen automatisch aus. Die Gleitelemente und interne Führungen aus verstärktem Nylon und Teflon sind selbstschmierend und sorgen so für geringeren Verschleiß und längere Haltbarkeit. Zum Schützen und Sichern längerer Gegenstände und schwerer Lasten kommt ein Stangenträger und Stirnwandaufsatz mit verstärkten Verzurr-Öffnungen zum Einsatz. Optional steht ein hinterer Stangenträger zur Verfügung. Zurrpunkte in Form von versenkbaren Ösen finden sich in ausreichender Zahl im Kipperboden. Maximale Haltbarkeit gegen Verschleiß und Witterungseinflüsse verspricht der verchromte und geläppte Kolben der Hydraulik. Die Bedienung erfolgt analog über eine Druckknopftafel mit Spiralkabel. Werkzeugkasten aus PVC mit einem Schwerkraftverschluss-System runden den Aufbau ab.

Anhand eines geschlossenen Kastenwagens mit kurzem Radstand und mittelhohem Dach zeigt das schwäbische Unternehmen Sortimo aus Zusmarshausen, wie mit den Einrichtungssystemen FlexRack und ProSafe ein innovatives Ladungssicherungskonzept verwirklicht wird. Das rund 11,3 Kubikmeter große Frachtabteil enthält einen extrem funktionalen Cargo-Ausbau, wie er im klassischen Kurier-, Express- und Paketdienst benötigt wird, aber noch lange nicht Standard ist. Auf der linken Laderaumseite ist ein Regal der Sortimo Produktlinie FlexRack aus hochwertigem Faserverbundmaterial eingebaut, um Pakete und andere Transportgüter systematisch zu verstauen und ordnungsgemäß zu sichern. Dieses Regal weist eine außerordentlich hohe Tragkraft von je 120 Kilogramm auf. Sollten die Regale bei einem Transport keine Verwendung finden, können sie hochgeklappt und arretiert werden. Die rechte Seitenwand ist mit Verzurrschienen versehen, sodass über Sortimo ProSafe Zurrgurte weitere sperrige Ladung im Handumdrehen gesichert werden kann. Der SoboGrip ProSafe Boden ist mit einer Vielzahl an integrierten Zurrösen versehen, in denen ebenfalls Zurrgurte und Spannstangen Halt finden. Zudem ermöglicht der Boden durch seine integrierten Zurrösen eine optimal platzierte Sicherung des Ladeguts unter Beachtung der Richtlinien zur Achslastverteilung. Zusätzlich halten vier Spannstangen aufgrund ihres quadratischen Umrisses große Lieferumfänge optimal am Platz.

Auf Basis eines knapp sechs Meter langen, verglasten Kastenwagens ist in Zusammenarbeit mit der Firma Bott ein Service-Fahrzeug entstanden, dessen Ausstattung für Arbeiten außer Haus kaum noch Wünsche offen lässt. Im begehbaren Innenraum ist auf einer kunstharzfilmbeschichteten und rutschhemmenden Bodenplatte aus neunlagigem Sperrholz quasi eine kleine Werkstatt entstanden, die in Addition der Schubladen, Klappenfachböden, Ablagen und Arbeitsplatten eine Nutzfläche von rund 3,4 Quadratmetern zur Verfügung stellt. Ausgestattet mit einer faltbaren Auffahrrampe, die 450 Kilogramm trägt, und einer Werkbankplatte mit drehbarem Schraubstock stand bei diesem Fahrzeug der Zweirad-Motorsport im Vordergrund der Überlegungen. Zahlreiche Fächer für Kleinteile in Trageboxen, Ablagewannen mit Weichgummi und fachspezifischen Halterungen sowie offene und geschlossene Bodenfächer mit unterschiedlichen Ladungssicherungssystemen für beispielsweise mitzuführende Ersatzteile komplettieren die Ausstattung. Der konsequente Leichtbaugedanke der Firma Bott bewahrt zudem die hohe Nutzlast des TGE. Inklusive Laderaumschutz wie Fußboden, Dachhimmel und Wandverkleidung und der robusten Auffahrrampe wiegt die mobile und bei Bedarf über fünf LED-Leuchten gut ausgeleuchtete Werkstatt nur 320 Kilogramm. Damit bleibt genug Raum für Ladung, Ersatzteile und Equipment.