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MAN Latin America: 100.000 produzierte Busse in 19 Jahren

MAN Latin America kann auf eine lange Tradition im Bus-Sektor zurückblicken. In den vergangenen 19 Jahren wurden in Brasilien über 100.000 Busfahrgestelle hergestellt und in über 30 Länder in Lateinamerika, Afrika und im Nahen Osten verkauft.

MAN Latin America, der derzeit zweitgrößte Hersteller auf dem brasilianischen Busmarkt, startete im Bus-Segment 1993 mit dem Volksbus 16.180 CO, einem Stadtbus-Fahrgestell mit Frontmotor. Als begleitende Maßnahme bot das Unternehmen einen neuartigen exklusiven After-Sales-Service in den Werkstätten der Kunden an. Heute wird eine ganze Modellreihe von Mikro- bis Fernreisebussen angeboten. Drei Modelle werden von MAN D08-Motoren angetrieben, welche die P-7-Abgasnorm erfüllen, die mit der Euro 5-Norm zu vergleichen ist.

Das Produktionswerk in Resende im Süden von Rio de Janeiro, in dem die Bus-Chassis mit dem Markennamen Volksbus vom Band laufen, gehört zu den modernsten Fließbandfertigungen für Lastwagen und Busse: Bei dem Produktionskonzept „Consórcio Modular“ (Modulares Konsortium), sind Partnerlieferanten direkt am Montageband an der Produktion beteiligt. Die Baugruppen werden von Schlüssellieferanten geliefert und zusammengebaut, vom Chassis über den Motor bis zur Kabine beim Lkw und der Bereifung. Die Zulieferer bauen diese Komponenten mit eigenen Mitarbeitern ein, direkt am Fertigungsband. Das modulare System ermöglicht eine sehr schlanke Produktion. Es optimiert Herstellungskosten, Investitionen, Lagerbestände und erhöht die Flexibilität bei der Produktion. Durch die enge Abstimmung mit den Zulieferern werden die Produktionszeiten deutlich verkürzt.

Zu den größten Bus-Erfolgen von MAN Latin America zählt der mit der brasilianischen Regierung abgeschlossene Vertrag über den Bau von 7.000 Bussen, die in den vergangenen fünf Jahren landesweit für die Beförderung von Schülern zu öffentlichen Schulen eingesetzt wurden. Im Jahr 2011 erzielte das Unternehmen mit 11.139 Busfahrgestellen (gegenüber 7.523 zugelassenen Einheiten im Jahr 2010) eine historische Bestmarke bei den Zulassungen auf dem brasilianischen Markt. Es werden auch individuelle Lösungen angeboten, wie etwa Gelenkfahrgestelle für Stadtbusse oder geländegängige Busse für unbefestigte Pisten wie in der Amazonas-Region.

Volksbus 9.150

Der Volksbus 9.150 richtet sich an den Kleinbusmarkt. Er eignet sich perfekt sowohl für innerstädtische Fahrten als auch für Überlandfahrten, bei denen Robustheit, Haltbarkeit und Flexibilität mit einem größeren Transportvolumen kombiniert werden sollen. Es können Busse bis zu 8,50 m Länge aufgebaut werden, mit verstärktem Fahrgestell, robusten Bremsen und hoher Tragfähigkeit der Achsen.

Volksbus 17.230

Das Chassis ist der Bestseller der Volksbus-Reihe auf dem brasilianischen Markt und wurde speziell für Personennahverkehr entwickelt. Ein 4-Zylinder-Motor mit 225 PS niedrigem Drehzahlniveau schont die Komponenten. Das Fahrgestell, die Aufhängung und stärkeren Achsen machen es zum idealen Fahrzeug für schwere Anwendungen.

Volksbus 17.280 OT mit Dual-Fuel-Technologie

Zur IAA Nutzfahrzeuge 2012 präsentiert MAN Latin America den Volksbus 17.280 OT mit Dual-Fuel-Technologie. Herzstück des Fahrzeuges ist ein elektronisches System, das die gleichzeitige Steuerung der Erdgas- und Dieseleinspritzung ermöglicht. Der Bus stellt eine besonders umweltschonende Lösung für den öffentlichen Personennahverkehr dar, da insbesondere bei Verwendung von Biogas der CO2-Ausstoß wesentlich verringert wird. Durch das Dual-Fuel-Prinzip ist es möglich das Fahrzeug rein mit Diesel zu betreiben, wodurch der Einsatz nicht nur auf Gegenden mit Gasversorgung beschränkt bleibt.

Die Entwicklung des Volksbus 17.280 OT mit Dual-Fuel-Technologie ist Teil des „Rio Sustainable Transport Program“. Ziel ist die Gewährleistung eines effizienteren und nachhaltigeren Personentransportes zur Fußball-Weltmeisterschaft 2014 sowie den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro und Umgebung. Ähnliche Fahrzeuge hat MAN Latin America bereits als Shuttle-Busse für die internationale Klimakonferenz Rio+20 im Juni 2012 eingesetzt.