Corporate  |  Truck 

MAN startet mit fünf Top-Teams und neuen Fahrern in die Truck Racing Saison 2012

Im Starterfeld, das erstmals am 12. Mai in Istanbul auf die Piste rollen wird, fahren fünf Top-Teams mit MAN. Rennfahrer aus sieben Nationen garantieren eine internationale MAN Rennszene.

Die FIA Truck Racing Championship 2012 beginnt mit einer Premiere: Die Renntrucks treffen erstmals auf der Formel-1-Strecke in Istanbul aufeinander. Der Circuit in der türkischen Metropole liegt auf der anderen Seite des Bosporus im asiatischen Teil der Türkei. Mit den Strecken in Smolensk (RUS) und Istanbul erreicht die Rennserie neue Truck-Racing-Fans in für MAN wichtigen Märkten.

MAN Marketing- und gleichzeitig Motorsportchef Björn Loose gibt einen Ausblick: „Die Truck-Racing-Fans dürfen sich auf eine ganz besonders spannende Saison freuen. Mit neuen Teams und Fahrern ist es uns gelungen, ein sehr interessantes Fahrerfeld mit noch internationalerem Hintergrund aufzustellen. Damit bringen wir frischen Wind in den Wettbewerb und zeigen noch mehr Präsenz bei den Fans. Unser sportliches Ziel für 2012 ist klar: Es geht ums Gewinnen!“

Das Starterfeld hat sich im Vergleich zum Vorjahr stark verändert. In der Truck Racing Saison 2012 fahren fünf MAN Top-Teams mit bis zu neun Fahrzeugen. Diese Teams rüstet MAN mit weiterentwickelten Rennmotoren aus und bietet einen weit reichenden Support durch die Experten des MAN-Motorenkompetenzzentrums in Nürnberg.

Der aktuelle Europameister Jochen Hahn, bisher als „MAN in Black“ unterwegs, wird mit einem völlig neu gestylten MAN-Boliden in der Grundfarbe Weiß antreten. Hahn fährt zum ersten Mal mit der Startnummer 1 – und muss damit einen schwierigen Spagat vollführen. Er ist Jäger und Gejagter zugleich und will nach Möglichkeit seinen im Vorjahr gewonnenen Titel erfolgreich verteidigen, was ihm zahlreiche Konkurrenten sicherlich so schwer wie möglich machen dürften.

Der deutsche Transportunternehmer René Reinert bestreitet 2012 seine erste Saison in der Truck Racing Europameisterschaft. Er plant, gleich bei allen Rennen anzutreten. Reinert knüpfte Kontakt zu Europameister Jochen Hahn, der mit seiner Mannschaft für den Bau des Reinert Renntrucks verantwortlich zeichnet und während der Rennen gemeinsam mit der Reinert-Crew den Service erledigt. René Reinert ist nicht nur Renntruck- sondern auch Motorsport-Novize. In den letzten Monaten vor dem Start in das neue Rennjahr fuhr er als Gastfahrer in einigen anderen Serien, um Erfahrungen für den Auftritt in der Schwergewichtsklasse zu sammeln. Mit Erfolg, denn bei den MAN-Testtagen in Nogaro gelangen dem Unternehmer aus der Lausitz bereits beachtliche Rundenzeiten.

Antonio Albacete ist Hahns Hauptkonkurrent im MAN-Lager - er kann auf eine kontinuierliche, jahrelange Erfolgsbilanz bauen. 2011 musste sich der Spanier nach einem spannenden Saisonfinale erst auf den letzten Metern geschlagen geben. Albacete stellt auch im Fahrerfeld des Jahres 2012 eine Konstante dar – der rote Cepsa-MAN des mehrfachen Champions wurde wie gewohnt vom Team Trucksport Bernau aufgebaut und geht äußerlich kaum modifiziert in die neue Saison.

Lutz Bernau wiederum setzt auf dem MAN seines Teams einen „neuen“ Fahrer ein. Mit Dominique Lachèze übernimmt ein Routinier das Cockpit im deutschen Team. Der Franzose Lachèze hat jahrelange Erfahrung im Trucksport, fuhr von 1994 bis 2002 in der französischen Meisterschaft, holte dort einige Meistertitel, wechselte anschließend in die FIA-EM und hinterließ vor drei Jahren bei Gastauftritten mit einem Bernau-Truck einen erstklassigen Eindruck.

In die Saison startet das völlig neu formierte Frankie OXXO Racing Team mit drei MAN Renntrucks und Fahrern aus Tschechien, Ungarn und Russland. MAN holte mit dem neuen Team einen weiteren Player an Bord, der für seinen professionellen Auftritt im Fahrerlager bekannt ist. „Für MAN ergab sich in der Winterpause die Möglichkeit, Frankie Vojtíšek und das ungarische OXXO Team zusammen zu spannen und so einen attraktiven Anziehungspunkt für die zahlreichen osteuropäischen Truck-Racing-Fans zu schaffen.“ Neben Vojtíšek (CZ) und dem 2011 furios eingestiegenen Norbert Kiss (HU) fährt der Motorsportprofi Alexander Lvov (RUS) als dritter Pilot. Die drei MAN-Renntrucks werden bei Vojtíšek in der Tschechischen Republik aufgebaut.

In Nogaro wurden die Renntrucks bereits getestet

Als finale Vorbereitung auf die Rennsaison 2012 trafen sich die MAN-Teams im April zum traditionellen Testcamp auf der Rennstrecke im südwestfranzösischen Nogaro. Teams und MAN-Motorentechniker haben in den Monaten zuvor hart gearbeitet, um optimal präpariert in die neue Saison zu starten.

„Wir haben in der Winterpause vor allem an der Optimierung der Software gefeilt“, berichtet Artur Klein, der als verantwortlicher Teamleiter im Motor-Entwicklungszentrum Nürnberg die Rennaktivitäten koordiniert, bei den Testtagen in Nogaro. „Und wir haben an den Renn-Turboladern Wastegates eingeführt: Den Fahrern steht jetzt ein deutlich größeres nutzbares Drehzahlband zur Verfügung. Zusätzlich haben wir das Ansprechverhalten unserer Renntriebwerke noch einmal erheblich verbessert.“

Entwicklungsarbeit für die Teams bedeuteten zudem die erhöhten Sicherheitsnormen: „Im technischen Reglement der FIA sind ab der Saison 2012 die Vorschriften für die passiven Sicherheitseinrichtungen verschärft worden“, ergänzt Klein. Die Überrollkäfige und Rammbügel der Fahrzeuge müssen beispielsweise deutlich höhere Festigkeitswerte erfüllen.

FIA European Truck Racing Championship 2012

12.05./13.05. Istanbul (Türkei)
19.05./20.05. Misano (Italien)
09.06./10.06. Jarama (Spanien)
23.06./24.06. Nogaro (Frankreich)
30.06./01.07. Donington (Großbritannien)
13.07./15.07. Nürburgring (Deutschland)
28.07./29.07. Smolensk (Russland)
01.09./02.09. Most (Tschechische Republik)
22.09./23.09. Zolder (Belgien)
06.10./07.10. Jarama (Spanien)
13.10./14.10. Le Mans (Frankreich)