Truck 

Zehn Jahre MAN Truck & Bus in Indien

Höhere Stückzahlen und gewonnene Marktanteile | Zeitgemäßer MAN CLA in steter Weiterentwicklung

Heute deckt MAN mit der CLA-Baureihe die Tonnagen von 15 bis 37 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht ab
Heute deckt MAN mit der CLA-Baureihe die Tonnagen von 15 bis 37 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht ab

Vor zehn Jahren hat MAN Truck & Bus mit dem MAN CLA die Weichen für einen modernen und nachhaltigen Güter- und Personenverkehr in Indien gestellt. Deutlich höhere Stückzahlen, gewonnene Marktanteile und eine deutliche Erhöhung des Umsatzes im Vergleich zum Vorhalbjahr bestätigen das Engagement. Zudem werden künftig umfangreiche Investitionen in die Entwicklung der CLA-Baureihe die Marktpräsenz weiter erhöhen.

Mit Indien ist in den vergangenen Jahren ein volkswirtschaftlicher Riese erwacht – allein für das vergangene Jahr verzeichnet das Land einen Anstieg des Bruttonationalprodukts von sieben Prozent. Im Zusammenhang mit der zunehmenden Internationalisierung eröffnen sich damit für MAN Truck & Bus große Chancen, am ökonomischen Aufschwung teilzunehmen. Vor diesem Hintergrund richtet der Münchener Nutzfahrzeughersteller seine Indien-Strategie in Teilen neu aus. Sowohl die Reaktivierung des Händlernetzes als auch die operative Verbesserung von Strukturen und Abläufen sowie die Durchführung von zahlreichen Kundenevents sind nur einige Beispiele des neuen Wegs.

Zehn Jahre ist es her, dass MAN eine Kooperation für ein Joint Venture in Indien eingeht und damit den Grundstein für den weiteren Ausbau der außereuropäischen Märkte legt. Kurz darauf laufen in der neu errichteten Produktionsstätte im indischen Pithampur die ersten MAN CLA vom Band. Etwa die Hälfte der Fahrzeuge ist für den heimischen Markt bestimmt, während die andere Hälfte in 40 verschiedene Exportmärkte nach Afrika, Asien oder den Mittleren Osten gehen. Die moderne Produktpalette der CLA-Baureihe umfasst Sattelzugmaschinen in verschiedenen Achsvarianten und Fahrgestelle mit oder ohne Aufbau. In den ersten fünf Jahren des Gemeinschaftsunternehmens steht die Entwicklung und Lokalisierung des umfangreichen MAN CLA-Produktprogramms in Vordergrund sowie der Aufbau eines landesweiten Vertriebsnetzes. In konsequenter Folge des zunehmenden Engagements übernimmt MAN Truck & Bus im Jahr 2012 die restlichen Anteile der Kooperation und gründet die heutige MAN Trucks INDIA pvt.Ltd..

Heute deckt MAN mit der CLA-Baureihe die Tonnagen von 15 bis 37 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht ab. Durch das robuste Fahrgestell, die genügsamen und zuverlässigen Motoren sowie durch das auf schlechte Straßenverhältnisse ausgelegte Fahrwerk eignet sich die CLA-Baureihe ideal für die Märkte in Asien, Afrika und Mittlerer Osten. Die Fahrerhäuser day- und sleepercab stammen ebenso von der bewährten LE2000-Baureihe wie die Motoren mit hoher Schwefelverträglichkeit und die ZF-Getriebe 6S-850 und 9S-1110. Im Nah- und Verteilerverkehr kommen vorzugsweise die bewährten MAN-AP-Achsen zum Einsatz während in der Langstreckenversion bei einigen Modellen Hypoidachsen zur Verfügung stehen. Als Motorisierung steht ein 6-Zylinder-Reihenmotor mit 6,9 Litern Hubraum bereit. Er leistet als EURO 4-Aggregat 300 PS bei 2300 U/min und verfügt über ein Drehmoment von 1150 Nm bei 1200 - 1800 U/min. Nach wie vor wird das Produktprogramm des MAN CLA sukzessive weiterentwickelt, um auch zukünftig in den Zielmärkten den Güter- und Personenverkehr nachhaltig und umweltfreundlich zu gestalten. So sind neben 8x4-Fahrgestellen zwischenzeitlich auch MAN CLA-Bus-Chassis erfolgreich im Kundeneinsatz.

Die ersten Geschäftsbeziehungen nach Indien sind jedoch deutlich älter. Bereits 1936 reist ein Nürnberger Verkaufsberater mit sechs Lkw-Fahrgestellen vom Typ E und sechs D 0534-Motoren nach Indien, um sie dort zu vermarkten. Mit Erfolg: Nach wenigen Wochen kommt er mit einem Auftrag über 30 weitere Chassis nach Deutschland zurück. Nur ein Jahr später wird die deutsch-indische Verkaufsvertretung in Bombay ins Leben gerufen. Im Jahr 1958 entstehen dann die ersten Produktions- und Montageabkommen zwischen MAN und Indien, die die Montage von Fahrgestellen des Typs 415 L1 AR mit dem immer noch legendären Produktnamen „SHAKTIMAN“ in Jabalpur vorsehen. Mehr als 70.000 Fahrzeuge dieser Produktreihe werden über die Laufzeit entstehen, wovon heute immer noch einige im Einsatz sind.