MAN Truck & Bus

Elektromagnetische Induktion


Glossar Drehspannung durch elektromagnetische Induktion
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Drehspannung durch elektromagnetische Induktion 1 – Magnet, 2 – Läufer mit drei Wicklungen (jeweils um 120° zueinander verschoben), α – Drehwinkel des Läufers, U – Spannung

Elektromagnetische Induktion, auch Faradaysche Induktion genannt, bezeichnet das Entstehen eines elektrischen Felds bei einer Änderung des magnetischen Flusses. Diese Veränderung kann beispielsweise durch die Bewegung des Magnetfeldes, das Hinzufügen eines „Störfaktors“ oder auch Veränderung der Stärke des Magnetfeldes verursacht werden. 

Sie ist die Grundlage für die Funktion des Elektroantriebes im Elektrofahrzeug und sorgt somit dafür, dass das Fahrzeug überhaupt fahren kann. Im Antrieb wird in einer drehbar gelagerten Metallspule mithilfe des Stroms aus dem Energiespeicher ein Magnetfeld erzeugt. Dieses wandelt elektrische Leistung in mechanische um und sorgt dafür, dass der Motor in Bewegung kommt. 

Induktion im Haushalt 

Auch in Küchen ist dieses Prinzip zu finden: im Induktionskochfeld. Die Kochzonen enthalten Spulen aus Kupferdraht, die beim Einschalten ein schnell wechselndes, elektromagnetisches Feld erzeugen. Stellt man nun einen Topf mit ebenfalls leitenden Drähten im Boden darauf, verursacht das Magnetfeld im Topfboden eine elektrische Spannung und diese wiederum einen Induktionsstrom. Der elektrische Widerstand der Drähte im Topfboden führt nun dazu, dass sich die elektrische Energie in Wärme umwandelt und sich das Kochgut sehr schnell erhitzt.