MAN Truck & Bus

Plug-in Hybridantrieb (PHEV)


Glossar Plug-In-Hybridantrieb
Roter Pfeil nach rechts

Schema eines Plug-in-Hybridantriebs mit extern aufladbarem Energiespeicher (ES), Leistungselektronik (LE), Verbrennungsmotor (VM), Kupplung (K), E-Maschine (EM), Getriebe (G), Antriebswelle (AW), Ausgleichsgetriebe (A) und Kraftstofftank (T).

Der Plug-in-Hybridantrieb (oder kurz PHEV für Plug-in Hybrid Electric Vehicle) ist eine spezielle Form des Hybridantriebs. Die vor allem in Pkw schon sehr populäre Technik – in Deutschland wurden im Jahr 2019 über 45.000 Plug-in-Hybride zugelassen, Tendenz stark steigend – ist durch die Kombination eines Verbrennungs- mit einem Elektromotor gekennzeichnet. Dabei sind Energiespeicher (Batterien) und E-Motor so dimensioniert, dass neben Funktionen wie Boosten (Unterstützung des Verbrennungsmotors beim Anfahren und Beschleunigen) und einer Start-Stopp-Automatik bei PHEV auch längere Strecken rein elektrisch gefahren werden können.

Laden durch Rekuperation und externe Anschlüsse

Grundsätzlich können die Batterien während der Fahrt durch den Verbrennungsmotor oder Rekuperation geladen werden, also der Rückgewinnung der im Schub- und/oder im Dauerbremsbetrieb freiwerdenden Energie zur Stromerzeugung. Geradezu prädestiniert für die Technik sind somit Fahrzeuge, die überwiegend im Start-Stopp-Betrieb unterwegs sind (gilt für HEV mehr als für PHEVS), beispielsweise Müllsammelfahrzeuge und Linienbusse im Stadtverkehr. Ein charakteristisches Kennzeichen des Plug-in-Hybrids bildet darüber hinaus die Möglichkeit, die Batterien von einer externen Energiequelle zu laden und somit die elektrische Reichweite zu vergrößern. Dabei kann das Laden wie bei einem batterieelektrischen Fahrzeug (BEV) an entsprechend abgesicherten Steckdosen, Ladestationen (beispielsweise Wallboxen) oder speziellen Ladesäulen erfolgen.